1936
Mit Oskar Isch nahm uns der Rhein zum ersten Mal ein Mitglied, welches zu den grössten Hoffnungen berechtigte. Als Jungmitglied kam er zum Verein und hatte in den vier Jahren seiner Mitgliedschaft, wo immer es war seine ganze Kraft dem Verein zur Verfügung gestellt. Beim diesjährigen Hochwasser als das Baggerschiff gesunken war, half er den Arbeitern des Baggerwerkes an dasselbe heran zu fahren, um das Notlicht anzubringen. Beim ans Land fahren rammte der Weidling einen unter dem Wasser sich befindenden Pfahl und schleuderte Oskar Isch in den Rhein, wo er, bevor ihm Hilfe gebracht werden konnte, in den Fluten lautlos versank. Seine grosse Hilfsbereitschaft hatte ihm den frühen Tod gebracht.
Die auf den 30. Mai beschlossene Pfingstfahrt nach Strassburg konnte leider nicht ausgeführt werden. Teilweise infolge der unsicheren politischen Lage, und zum andern, infolge allzumageren Portemonnais.
Am 9. August wurde mit dem Samariterverein eine sehr interessante Rettungsübung durchgeführt. Um den Teilnehmenden auch einmal zu zeigen, wie ein Ertrinkender durch Schwimmen zu retten ist, konnte Herr Meyenrock aus Basel gewonnen werden. In einem Vortrag mit Vorführung im Wasser, erklärte er das Rettungsschwimmen und die Befreiungsgriffe. Auch die Basler Feuerwache führte Rettungsapparate vor.
Einen ehrenden Auftrag erhielt der Verein am 26. September durch Herrn Nationalrat und Ehrenmitglied Rudolf Scheibler. Eine Delegation des Landrates besichtigte mit den von uns gestellten Weidlingen betreffend Hafenanlage das Rheinbord vom Waldhaus bis zum Strandbad.
Durch die Rettungsübung angeregt, wurde am 10. Oktober mit einem Schwimmkurs im Basler Hallenband begonnen, welchem sehr grosses Interesse entgegengebracht wurde, hatte sich doch 87 Teilnehmer angemeldet.
Zum ersten Mal wurde am 27. Dezember eine Weihnachtsfeier mit Kinderbescherung durchgeführt, welche dank den sehr zahlreichen und schönen Gaben bei den Teilnehmern grosse Freude auslöste.