, Archivar

1931

Bei weissbedecktem Gelände sammelten sich am 15. März nur 13 Mann am Rhein, um die Flotte vom Lager in den Bach zu setzen. Trotz der geringen Anwesenheit ging es wie am Schnürchen, denn der Schnee kam ihnen sehr zugut. Die Schiffe wurden zum Schuppen heraus und die steile Böschung über den Schnee heruntergeschossen, sodass in der Zeit einer Stunde das Ganze geschehen war.

Laut früherem Beschluss wurde zur Anschaffung des neuen Vereinstenues bei der Firma J. Kahler Basel eine Mustersendung von 3 weissen Hemden in verschiedenen Preislagen eingeholt und der Versammlung vorgelegt. Die Versammlung beschloss, ein einheitliches Hemd nach vorliegendem Muster anzuschaffen und die Wahl fiel einstimmig auf das Hemd in der mittleren Preislage zu Fr. 9.75.

Schon einmal zirkulierte an der Vereinsversammlung ein Entwurf resp. ein Wappen, der die Brust des neuen Vereinstenues zieren sollte. Das Wappen wurde damals als zur gross erklärt, darum musste noch einmal ein kleinerer Entwurf eingeholt werden. Dieser zirkulierte ebenfalls an der Jahressitzung und fand bei den Mitgliedern eine bessere Aufnahme, sodass dieses Wappen einstimmig bestimmt wurde. Die Bestellung lautet auf 50 Stück.

Aus dem Materialbericht:

In erster Linie möchte ich den Aktiven an das Herz legen: Haltet Ordnung in den Depots, schont das Fahrmaterial beim Ausrüsten der Schiffe sowie beim Versorgen in das Depot. Meldet pflichtbewusst dem Materialverwalter, wenn Fahrmaterial beschädigt oder verloren gegangen ist.

Auf Anregung des Beisitzers Karl Bürgen, es soll zur Hebung der Kameradschaft eine Gesangsektion gegründet werden, brachte der Präsident diese der Versammlung zur Kenntnis. Die einsetzende Diskussion zeigte, dass einige ältere Mitglieder dagegen waren. Vizepräsident Gustav Richter erklärte, dass er mit der Gründung einer Gesangsektion nicht einverstanden sei, da die Erfahrungen gezeigt hatten, dass solche Untersektionen in der Regel von kurzer Dauer seien und laut Statuten auch vom Verein subventioniert werden müssten. Trotzdem waren einige Mitglieder dafür, dass eine Gesangsektion ins Leben gerufen werde. Der Präsident liess über den Antrag Bürgen abstimmen. Die Abstimmung ergab mit 15 gegen 3 Stimmen, dass bei genügender Beteiligung (mind. 15 Mitglieder) eine Gesangsektion gegründet werden sollte.

Eine etwas unangenehme Sache bereitete das Vereinsschiff Nr. 1, das sich im November noch im Wasser befand und von den Mitgliedern noch zu Ausfahrten benützt wurde. An der Vereinsversammlung vom 14. November erklärte der Präsident, dass das Fahren einzustellen sei, da Lachszeit herrsche und das Fahren mit Weißlingen auf dem Rhein schädlich für den Lachsfang sei.